Die Entstehung und Geschichte der Diakoniestation ist eng mit der Gemeindekrankenpflege verknüpft, die Ende des 19. Jahrhunderts ihren Anfang nahm. Die damals gegründeten Krankenpflegevereine waren die Vorläufer zu den Diakonie- und Sozialstationen.

So war auch die erste „Diakoniestation für den Verwaltungsraum Reichenbach“, gegründet am 1.1.1979 eine reine Verwaltungsgemeinschaft für die selbstständigen Krankenpflegevereine von Reichenbach, Hochdorf, Lichtenwald und Baltmannsweiler.



Durch die vom Sozialministerium Baden-Württemberg 1991 erlassenen Richtlinien zur Förderung der ambulanten Dienste wurde eine Neuordnung der gesamten Institutionen notwendig.

Daraufhin wurde am 1.1.1994 die Diakoniestation Reichenbach-Hochdorf-Lichtenwald gegründet. Träger dieser Station war die Evangelische Mauritiusgemeinde Reichenbach. Die Mitglieder waren die Kirchengemeinden, die Krankenpflegevereine und die bürgerlichen Gemeinden der Gemeinden Reichenbach, Hochdorf und Lichtenwald. Diese Gemeinden stellen auch bis heute das Versorgungsgebiet der Diakoniestation dar.

Um die Verantwortung der immer größer werdenden Station auf mehrere Schultern zu verteilen, wurde zum 1.1.2009 sowohl der kirchliche Diakonieverband Untere Fils als auch die Diakoniestation Untere Fils gegründet. Dieser Diakonieverband wird von den drei evangelischen Kirchengemeinden Reichenbach, Hochdorf und Lichtenwald als Mitgliedern und von den drei Kommunen und Krankenpflegevereinen als mitarbeitenden Rechtsträgern gemeinsam verantwortet.

Durch den Diakonieverband Untere Fils ist gewährleistet, dass die Diakoniestation Untere Fils ihren Dienst an den Bedürftigen und ihren Angehörigen tun kann, entschieden und klar in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung, sensibel und einfühlsam, wie es der „Liebe Gottes, die in Jesus Christus allen Menschen zugewandt ist“, entspricht.